Rainer Land
„Wir nennen das Fragmentierung. Wir finden in Ostdeutschland Regionen, die nicht von der Entwicklung der anderen profitieren - wo wir Überflüssigkeit haben, überflüssige Standorte, überflüssige Menschen..."
„Das ist eine Paradoxie des neuen Entwicklungsmusters, das wir so aus früheren Zeiten nicht kennen. Die Einen ziehen ab und hinterlassen die Anderen als Rest. Und wenn es richtig ist, dass dies nicht nur eine ostdeutsche Entwicklung ist, sondern unter dem Stichwort Globalisierung überall abläuft, dann hätten wir hier in Szenarien, die durchaus über Ostdeutschland hinaus für Westdeutschland und Europa ebenso Bedeutung haben."
synopsis
Ein Bürgermeister ruft nach Kolonisten. Zwei Studenten bauen ihre berufliche Existenz mit Schnecken auf. Ein Planer löscht seine Stadt aus. Ein Heimkehrer züchtet Bisons im Tagebau. Ein Arbeitsloser mobilisiert „Überflüssige". Ein Rechtsanwalt experimentiert mit Geld. Ein Sozialwissenschaftler spricht von ländlichen Ghettos, Jugendliche über ihre Zukunft in einer sterbenden Stadt. Ein Pionier will im toten Kraftwerk eine lebendige Brauerei. Eine Frau schließt das letzte Kino der Stadt. Ein Bauer kämpft für ein energetisch autarkes Dorf. Eine Kommune zieht in eine ehemalige Puppen-Fabrik. Kulturschaffende wehren sich gegen Nazis. Ein Politiker sieht in regenerativen Energien die Zukunftschance. Neue Siedler besetzen ländlichen Raum. Sie alle leben in...
Neuland
